@BenjaminLaepple - BenLppl
Der Anti-Merz ad hominem Wahlkampf von Teilen des progressiven Lagers ist keine winning strategy. Wer gesellschaftliche Spaltung beklagt & zugleich die Gleichsetzung von Merz & rechtsextremen Akteuren mit Superlativen betreibt, ist Teil des Problems. Eine Kurzanalyse 👇 1/
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Seit Monaten läuft auf Linkedin, Instagram, X, TikTok eine Schlammschlacht gegen Merz. Dabei übersieht ein großer Teil dieser Akteure, dass die affektive Polarisierung im links-grünen Lager deutlich höher ist, als im Lager der bürgerlichen Parteien. Siehe u.a. MIDEM (2023) 👇 2/ https://t.co/eeVst3z2IG
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Dies übersieht auch, wie sich global gerade die Themenschwerpunkte bei Wahlen so verschieben, dass Themen wahlentscheidend werden, bei denen die pol. Rechte einen natürlichen Vorteil hat. Like it or not, der 🐘 im Raum ist Zuwanderung. Merz zum Hauptfeind zu machen ist gaga. 3/ https://t.co/3xy17pA2Uv
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Man gewinnt in der EU keine Wahl mehr, wenn man vor der pol. Rechten warnt; der Zug ist längst abgefahren. PS: Wähler der politischen Rechten haben einen anderen Demokratiebegriff, sind jedoch nicht per se anti-demokratisch. Man kann sie aber in diese Richtung treiben. 4/
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Die Rechte hat intuitiv ein viel besseres Verständnis der irrationalen „menschlichen Natur“. Gerade in Krisenzeiten kommt es nämlich zu konservativen Impulsen in Gesellschaften; nach Huntington eine Art Verhaltensimmunsysten menschlicher Gemeinschaften zur Gefahrenabwehr. 5/
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In der Sozialpsychologie gibt es verschiedene Theorien, die dabei helfen, diese Reaktion nachzuvollziehen, u.a. Terror-Management-Theory oder diverse Autoritarismus-Konzepte (u.a. RWA, SDO). 6/ https://t.co/NvlyqDZjWN
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Anders ausgedrückt: Angst führt zu Wut und Wut mobilisiert. Angst vor dem Tod durch Kriminalität, nach einem Terrorangriff, schlägt Angst vor dem Klimawandel z.B. um ein Vielfaches. Demokratie und Klimawandel sind luxury beliefs, Sicherheit hingegen ist ein Grundbedürfnis. /end
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PS: Selbst wenn man eine Verschärfung der Migrationspolitik ablehnt - ein berechtigtes Anliegen - sollte man zumindest den Versuch wagen, zu verstehen, warum Menschen (inkl. Wählern mit Migrationshintergrund) „rechts“ wählen oder situativ konservativer werden 🤷♂️.