TruthArchive.ai - Tweets Saved By @ChristianHJW

Saved - February 8, 2024 at 9:21 PM
reSee.it AI Summary
Renowned energy economist Claudia Kemfert recommends that Robert Habeck abandon the planned construction of 10 GW gas power plants and instead focus solely on renewable energy sources. Geothermal energy is not suitable for electricity production in Germany due to the lack of suitable rock formations. Biogas plants operate continuously to maximize returns, and their operators have found lucrative opportunities in the regulation energy market. Kemfert's proposal to rely on biogas during periods of low solar and wind power is deemed absurd by the author. The author questions Kemfert's suggestion, as it would require expropriation, significant expansion of gas storage, and increased generator capacity. The author finds it difficult to understand how Kemfert can propose this as a viable alternative to Habeck's suggestions.

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Die bekannte Energieökonomin Claudia Kemfert empfiehlt Robert Habeck den geplanten Bau der 10 GW Gaskraftwerke, später sogar bis 30 GW, doch besser bleiben zu lassen, und statt dessen nur auf Erneuerbare Energien (EE) zu setzen. Ein 🧵 zu den Fakten. 1/x https://mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/kraftwerksstrategie-kemfert-strom-teurer-neue-gaskraftwerke-100.html

Kemfert zur Kraftwerksstrategie: Plan der Regierung macht Strom teurer | MDR.DE Laut der Energie-Ökonomin Claudia Kemfert wird die neue Kraftwerksstrategie der Bundesregierung den Strom teurer machen. Statt auf Gas sollte die Regierung auf Batteriespeicher und Erneuerbare setzen, meint Kemfert. mdr.de

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Sprechen wir zunächst über die Geothermie. Diese wird im wesentlichen für die Wärmegewinnung eingesetzt (Fernwärme, etc.), da die erzielbaren Wassertemperaturen dafür in der Hauptsache geeignet sind. Erst über 120° C kann man sinnvoll Dampf erzeugen. 2/x https://www.seismik.nrw.de/beispiel-geothermie-im-grossraum-muenchen

Beispiel: Geothermie im Großraum München Im Untergrund des Großraums München befindet sich die derzeit ergiebigste geothermisch genutzte Gesteinsformation in Deutschland. In bis zu 4.600 Meter Tiefe enthält die Kalkgesteinsschicht große Mengen heißer Tiefenwässer, die 25 Geothermieanlagen zur Wärme- und Stromgewinnung nutzen. seismik.nrw.de

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Da wir in Deutschland kaum dafür geeignete Gesteinsschichten haben, tauchen wir in der Liste der Länder, die über Geothermie Strom produzieren, gar nicht auf. Zudem sind die Anlagen dazu verdammt, kontinuierlich zu laufen, um die hohen Investitionskosten zu amortisieren. 3/x

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Der Vorschlag von Frau Kemfert, sie vorzuhalten, um damit bei einer Dunkelflaute den Strom zu produzieren, der sonst von PV und Windkraft gedeckt wird, kann daher getrost als absurd bezeichnet werden. Denn, hätten wir ausreichend Geothermie, bräuchten wir weder PV noch WKA! 4/x

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Nun zu den Biogasanlagen: Wir haben derzeit knapp unter 10 GW an Biogasleistung installiert. Aber wer ist 'wir'? Sind diese Anlagen in Staatshand? Gehören der Allgemeinheit? Nein natürlich nicht. Sie werden von Landwirten, Genossenschaften und Investoren betrieben. 5/x

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Betrachtet man sich die Einspeisung der Biogasanlagen ins Stromnetz, dann sieht man im wesentlichen eine flache Linie, was nichts anderes bedeutet, als dass diese Anlagen ebenfalls so gut wie möglich 24/7, also ohne jede Unterbrechung, arbeiten. 6/x https://www.agora-energiewende.de/daten-tools/agorameter/chart/today/power_generation/05.02.2024/08.02.2024/hourly

Agorameter agora-energiewende.de

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Das liegt in der Natur der Dinge, denn Investitionen rechnen sich nun mal am besten, wenn sie konstant Geld erwirtschaften. Und dennoch variiert die Leistung von Biogasanlagen, denn deren Betreiber haben einen hoch lukrativen Nebenerwerb entdeckt: 7/x https://www.gdge.org/104.html

Biogas/Biomasse gdge.org

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Den Regelenergiemarkt! Das ist nur folgerichtig, da die Einspeisevergütung für Biomasseanlagen sukzessive derart reduziert wurde, dass die meisten Vermarkter mittlerweile in die Direktvermarktung ihres Stromes übergegangen sind, und das neue Vermarktungsoptionen bietet. 8/x

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Regelenergie kann als negative Leistung angeboten werden (Abschaltung Verbraucher), oder als positive Leistung (zusätzliche Erzeugung). Gerät das Stromgleichgewicht in einem Gebiet in Deutschland aus den Fugen, können die Netzbetreiber diese kaufen. 9/x https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie

Auch EE-Anlagen können mit der Regelenergie durch den Ausgleich von Stromnetzschwankungen attraktive Mehrerlöse erzielen. Lesen Sie mehr über PRL, SRL und MRL. Auch EE-Anlagen können mit der Regelenergie durch den Ausgleich von Stromnetzschwankungen attraktive Mehrerlöse erzielen. Lesen Sie mehr über PRL, SRL und MRL. next-kraftwerke.de

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Bezahlt wird das über die sogenannten 'Netzentgelte', die heute bereits einen maßgeblichen Teil (> 20%) des Verbraucherstrompreises darstellen, und die jedes Jahr (seit 'Energiewende') ansteigen. Auch ein Teil von Habecks Kohlekraftwerken (als Netzreserve) gehören dazu. 10/x https://t.co/1hHMn3nPaF

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Wenn Frau Kemfert Biogas für 'Dunkelflauten' vorhalten möchte, dann bedeutet dies: - Enteignung der Besitzer - Ausbau der Gasspeicher um mindestens +200% - Drosselung der 24/7-Einspeisung - Ausbau Generatoren +500% - Vorhalten des Gases bis Dunkelflaute - Aufkauf Getreide 11/x

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Wie sie ernsthaft auf die Idee kommen kann, das als machbare Alternative zu Habecks Vorschlägen - so absurd ich diese halte, wegen der 'grünen Wasserstoff' Option - vorzuschlagen, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Aber sie ist, wieder mal, im ÖRR damit 🤷‍♂️..... 12/12

@ChristianHJW - Christian Wiesner

@ChristophCanne @tomdabassman @VernunftkrafteV @1234Fit @FRottweiler @pkWebService @FrankfurtZack

Saved - December 1, 2023 at 5:08 PM
reSee.it AI Summary
In a gripping report by ZDF Auslandsjournal, the Hamas attack on peaceful festival-goers at NOVA Festival is deeply disturbing. The documentary "Renn um dein Leben" showcases the survivors' harrowing experiences. #HamasMassacre

@ChristianHJW - Christian Wiesner

Ein erschütternder Bericht im ZDF Auslandsjournal, zum Anschlag der Hamas auf friedlich feiernde Menschen auf dem NOVA-Festival, der an die Nieren geht. Wir haben viele Schnipsel gesehen, aber dieser Bericht fängt das Entsetzen der Opfer auf besondere Weise ein. #HamasMassacre

Video Transcript AI Summary
Survivors of the Supernova International Music Festival in Israel share their harrowing experiences of a terrorist attack. The festival, located near the Gaza border, was targeted by Hamas militants who infiltrated the area and began shooting at attendees. Many festival-goers were killed or taken hostage, while others managed to escape and hide. The Israeli army eventually regained control of the area, but the trauma and fear remain for those who survived. Despite the tragedy, the survivors express their determination to continue living their lives and finding solace in each other's support. They emphasize the importance of peace and the resilience of the human spirit.
Full Transcript
Speaker 0: Sie sind im Tod knapp entkommen. Na ja. Haben gesehen, wie Freunde gequält, entführt oder gebracht wurden. Dabei wollten sie nur feiern. Speaker 1: Du hast wirklich Fürchterliches erlebt. Speaker 0: Ausgerechnet aus einem Fest der Liebe Wurde der schlimmste Albtraum. Mehr als dreihundertfünfzig Festivalbesucher Speaker 2: Unsere Heimat. Unsere Seelen und Herzen wurden heimgesucht. Speaker 0: Toma ist seit zwei Jahren Teil der Elektro- und Rave Party Community. Davor war er Soldat in einer Spezialeinheit der israelischen Armee. Speaker 2: Meine erste Party war kurz bevor ich aus dem Wehrdienst entlassen wurde. Eine Welt reiner Liebe. Man geht hierhin, Liebe zu geben und zu bekommen. Ich habe die Welt des Militärs hinter mir gelassen und mir gesagt, ich will etwas tun, was mich glücklich macht. Ich habe sogar angefangen, auf den Festivals zu arbeiten. Speaker 0: Er und seine Freundin freuen sich schon seit Wochen auf Supernova Festival. Speaker 3: Toma und ich haben uns auf einem Festival kennengelernt. Ich kam zu seinem Stand, etwas zu kaufen. Speaker 2: Das ist fünf Monate her. Seitdem sind wir immer zusammen. Speaker 3: Ich gehe zu Festivals. Ich liebe die Menschen, die Musik. Die Orte dieser Partys nenne ich Safe Space. Orte absoluter Sicherheit, Voller Liebe. Speaker 1: Schulter. Speaker 0: Freitag, sechster Oktober zweitausenddreiundzwanzig. Tausende Besucher aus Israel und der ganzen Welt treffen sich zum Supernova International Music Festival im Süden Israels. Speaker 4: Ich haben alle das genannt. Die, die immer tanzt und eine tolle Zeit hat. Speaker 0: Michal hat sich mit einer Gruppe von rund fünfzig Freunden auf dem Festival verabredet. Speaker 4: Mein Freund nahm ich mit. Speaker 3: Die ganze Zeit über habe ich ihn gefragt, Warum Speaker 4: fahren wir eigentlich in Richtung Gaza? Warum ist das so dicht an der Grenze? Und er sagte, ist schon okay, die haben Security. Alles ist genehmigt. Polizei ist verorte. Speaker 0: Das Festivalgelände liegt fünf Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt. Die palästinensische Terrororganisation Hamas kontrolliert Gaza seit zweitausendsieben. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Raketen aus Gaza in Richtung Israel abgefeuert. Ist Fotograf und sollte eigentlich Fotos vom Sonnenaufgang schießen. Speaker 5: Tolle Menschen, tolle Atmosphäre, voller Liebe und Freiheit. Speaker 4: Es war verrückt, so viel Freude. Wir haben das Leben gefeiert. Speaker 5: Ehrlich zu sein, haben wir uns schon gesagt, wow, so dicht an der Grenze. Speaker 2: Aber Speaker 5: andererseits sind hier auch jüdische Siedlungen. Menschen leben hier. Wisst ihr, ich fühle mich sicher in meinem Land. Ich sagte mir, was soll schon passieren? Ich meine, Der Zaun kann nicht durchbrochen werden. Speaker 0: Der nächste Morgen, sechs Uhr dreißig. Die Sonne erwacht über der Wüste. Die Feiernden strömen zum zentralen Platz. Sonnenaufgang ist der Höhepunkt der Party. Speaker 1: Ich bin auf Festivals groß geworden Speaker 3: mit Musik. Speaker 1: Meine Mutter liebt schon fast ihr ganzes Leben in der Party- Transwelt. Wir sind unzertrennlich, glücklich. Man sieht überall bekannte Gesichter. Dann tanzt einfach. Du kennst nicht ihren Namen, aber sie sind deiner besten Freunde. Speaker 2: Das Speaker 1: ist dein Safe Place. Eigentlich wollte meine Mutter bei mir sein, Aber was für ein Glück. Sie kann nicht. Speaker 2: Ein guter Freund kam zu meinem Stand und sagte, er sei high. Es ging ihm nicht gut und dass er meine Hilfe brauchte. Wir saßen da, Hielten seine Hand und auf einmal macht es bum. Speaker 1: Erst waren wir so naiv. Feuerwerk zum Sonnenaufgang. Wie toll. Speaker 5: Sind doch nur Special Effects. Ein Grund zur Sorge. Speaker 0: Guckt euch die Spuren an, man kann sie fast anfassen. Speaker 1: Wir schauten in den Himmel und sahen vielleicht Achtzig Raketen, die abgefangen wurden, direkt über uns. Speaker 0: Das Vertrauen in das israelische Iron Dome Raketenabfangsystem ist groß. Es gilt als eines der effektivsten der Welt. Speaker 3: Wir sagten uns, das kennen wir. Wir leben in einem Land, in dem so was immer wieder passiert. Und in ein paar Minuten wird es sicher aufhören. Im Speaker 0: Einklang mit den Regeln stoppt die Musik Und die Leute werden aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Speaker 1: In der Party direkt neben Gaza. Wessen Idee war das? Speaker 4: Vielleicht Zwei Minuten später kam ein Sicherheitsmann und forderte alle auf, das Gelände zu verlassen. Speaker 2: Hier gibt's keine Schutzfreunde, bitte geht. Speaker 4: Wow, wir wollen doch nicht gerade jetzt sterben. Speaker 0: Was für Speaker 5: 'n Wahnsinn. Viele Leute blieben in der Hoffnung, dass die Party vielleicht fortgesetzt würde. Mir war klar, sie war vorbei. Speaker 2: Immer mit der Ruhe. Die Party ist vorbei, lasst uns gehen. Speaker 1: Wir packten das Auto. Ich rief Freunde an, sicherzugehen, dass alle okay Speaker 4: sind und Speaker 1: schickte ihnen die Adresse unseres Treffpunktes in Telefon Aviv, die Wohnung eines Freundes. Wir wollten uns da vom Schreck erholen. Wir kamen an die Hauptstraße, fuhr nach rechts rauf. Speaker 3: Wir stecken in Stau. Viele Autos links und rechts, nichts geht voran. Wow, guckt euch die Raketen an. Speaker 0: Doch die Raketen waren nur ein Ablenkungsmanöver Für einen bisher nie da gewesenen Angriff von Kämpfern der Hamas. Tausende Terroristen, schwer bewaffnet mit Maschinengewehren, Granaten und Panzerfäusten, Mit Jeeps, Pick up Trucks und auf Motorrädern. Ihr Plan, Dutzende Orte einnehmen und wichtige Kreuzungen besetzen, die israelische Armee daran zu hindern, Verstärkung in die Gegend schicken zu können. Speaker 5: Nach ungefähr fünf Minuten Fahrt, Ungefähr ein oder zwei Kilometer entfernt hörten wir auf einmal Schüsse. Speaker 2: William. Oh nein. Die haben Waffen. Jemand schießt. Ist das ein Polizist? Speaker 5: Mein Freund zeigte auf die Person und einmal sprangen Leute aus den Büschen und begannen, auf uns zu schießen. Speaker 2: Oh Gott, Terroristen, Phallos, Drehung, weg von hier. Speaker 5: Ich wendete das Auto und durch die Tür hindurch wurde mein Freund getroffen. Ich drehte mich der fing an zu bluten. Ich konnte es nicht glauben. Speaker 0: Sieben Uhr morgens. Die Terroristen halten die wichtigsten Kreuzungen auf israelischem Gebiet besetzt rund den Gazastreifen. Dutzende Festivalbesucher sind bereits tot. Eine halbe Stunde später. Die Terroristen erreichen das Festivalgelände. Tausende verstecken sich unter Tischen, in Zelten, Mülltonnen oder Toiletten. Speaker 4: Wir erreichten eine Art Hütte auf dem Partygelände. Da hörten wir Schüsse, ganz nah. Zwei Sicherheitsleute guckten durchs Fenster raus und sagten, dass die Terroristen immer näher kämen. Mein einziger Gedanke war weg, denn wir sahen die Terroristen auf uns zukommen. Speaker 0: Innerhalb weniger Minuten töten die Terroristen die Polizisten und Sicherheitsleute. Anschließend ziehen sie los, alle zu töten, die sich noch auf dem Gelände aufhalten. Speaker 2: Rennt. Rennt. Speaker 4: Riota Woo Kugeln flogen mir die Ohren. Speaker 2: Ich Speaker 4: wusste nicht, ob ich mich Kennwerfen sollte oder springen sollte, denn rund mich herum stürzten Leute. Speaker 3: Wir hörten Schreie, die näher kamen. Wir sahen Leute rennen, hinfallen, aufstehen. Die Menschen waren in Panik, Rannten so schnell sie konnten. Alle rannten ihr Leben. Und dann sahen wir zwei Quads, Die nebenher fuhren, sie schossen auf die Leute. Speaker 2: Ich guckte mich nicht griff Shuvals Hand und wir rannten in Richtung Flussbett. Wir trafen auf eine Gruppe, die sich in den Büschen versteckte Und kochen etwas abseits von ihnen ins Gestrüpp. Speaker 3: Wir hörten Maschinengewehrsalven. Viele. Speaker 2: Und zu diesem Zeitpunkt kamen noch zwei weitere dazu. Ein Mädchen hatte eine Panikattacke. Speaker 3: Ich nahm ihre Hand und umarmte sie. Ich erklärte ihr, dass sie jetzt ganz still sein müssten. Dass sie aufhören muss zu weinen, weil sie uns nicht hören dürfen. Speaker 0: Die israelische Armee ist überrumpelt und planlos. Viele ihrer Stellungen wurden eingenommen, auch die zentrale Kommandodivision. Das Kommunikationssystem wurde zerstört. Zu diesem Zeitpunkt kontrollieren die Terroristen zweiundzwanzig Dörfer und Militärbasen rund Gaza. Speaker 3: Wir hörten Leute uns herum schreien und dann riefen sie, Hier ist ein Terrorist. Und danach verstummten sie. Speaker 0: Hin und wieder hören die Schüsse auf. Die Flüchtenden hoffen, dass dies ein gutes Zeichen ist, dass vielleicht die Armee gekommen ist. Doch der Grund ist grausam. Die Terroristen greifen sich Festivalbesucher und entführen sie. Dutzende werden so in den Gazastreifen verschleppt. Speaker 4: Meine Beine waren müde vom Rennen. Ich war in Panik und Zitterte. Und dann kam auf einmal dieses Auto vorbei. Und er sagte, jeder, der will, kann mitkommen. Ich fahre jetzt. Ungefähr zwanzig Leute quetschen sich rein, aber für mich war kein Platz mehr. Ich krallte mich am Fenster fest und rannte nebenher. Mein Freund flehte ihn an, mich ins Auto zu lassen, weil ich nicht mehr rennen konnte und die Terroristen direkt hinter uns waren und auf uns schossen. Also zog er mich durchs Fenster. Speaker 1: Ich hab Angst. Speaker 4: Plötzlich hielt vor uns sein Pick up Truck. Terroristen stiegen aus und schossen auf uns. Also sprangen wir alle aus dem Auto raus und rannten an die Felder. Speaker 3: Nicht da lang, da sind Terroristen. Speaker 4: Auf einmal sah ich einen Panzer mit ein paar Leuten, die ich kannte. Außerdem einen Polizisten und ein paar Soldaten. Wir fragten, ob wir in den Panzer dürften, aber sie schrien, dass das nicht ginge. Dass bereits Blumen drin sein, das bedeutet tote Soldaten. Dann wurde eine Granate auf uns geworfen. Dosemann. Speaker 3: Wir Speaker 4: gingen im Kreis, Denn sie waren überall uns herum. Ich wurde ins Bein getroffen, bekam Granatschblätter ab. Ich konnte nirgendwo mehr hin. Ich sah die Terroristen direkt auf uns Sie schossen und schossen. Ein Typ mit einer Waffe tauchte auf und übernahm die Situation. Er beruhigte mich, sagte, die Armee ist unterwegs, Dauert nicht mehr lange, zehn, fünfzehn Minuten. Aber es wurde Stunde Stunde Stunde. Sechs Zwei Stunden. Speaker 0: Die Menschen fliehen entlang der Hauptstraße. Auf der Suche nach einem der Schutzräume, die im ganzen Süden Israels verteilt stehen, Zum Schutz vor Raketenangriffen. Speaker 1: Wir fuhren in Richtung. Schüsse begann. Es hörte sich zum Greifen nah Speaker 3: an, aber Speaker 1: ich konnte niemanden sehen. Wir gingen in den Schutzraum. Speaker 0: Die Schutzräume sind Würfel aus Beton. Noam und Rachel gehen in unterschiedliche, direkt gegenüberliegende Schutzräume. Speaker 5: Ich war einer der Ersten, also war ich ganz hinten und weit weg vom Eingang. Viele Leute pressten sich gegen mich. Normalerweise passen zehn rein, aber wir waren dreißig. Speaker 0: Isabella, komm zu uns. Speaker 5: Zwei bis drei Minuten später hörten wir eine Explosion. Speaker 1: In dem Schutzraum gegenüber warfen die Terroristen Speaker 5: Sie schmissen Splittergranaten rein. Menschen flogen durch die Luft. Ich warf mich auf den Boden und krabbelte unter tote Menschen. Ich musste mich mit Leichen bedecken, zu überleben. Ein Terrorist kam rein und begann zu schießen und rief, aller ist groß. Speaker 1: Ich hab noch nie so viel Angst gehabt und überlegt, ob ich meiner Mama eine Nachricht schicken soll. Ich hab's nicht Speaker 5: getan. Jedes Mal, wenn eine Granate reinfliegt, sagst Du dir, Die Nächste erwischt dich. Speaker 1: Ich wollte nur noch zurück zu Mama. Speaker 0: Viele Stunden, die sich wie eine Ewigkeit anfühlen. Die Überlebenden verstecken sich im Gebiet östlich des Festivalgeländes und noch immer keine Hilfe in Sicht. Speaker 3: Wir haben auf den Moment gewartet, an den die Schüsse aufhörten, zu fliehen, Aber sie hörten nicht auf. Im Gegenteil, sie kamen näher. Speaker 2: Das Einzige, was mir heilruhig zu bleiben war, in Augen zu blicken Und ihr zu sagen, dass alles gut wird, dass wir hier rauskommen, so was machen wir oft. Damit kapseln wir uns von der Außenwelt ab, indem wir uns in die Augen blicken. So als wären wir die Einzigen auf der Welt. Speaker 3: Ich guckte Tomaire an und sagte, wir werden es schaffen. Nach zwei Stunden, in dem sie alle umbrachten, die sie finden konnten, war auf einmal für einen Moment Pause. Wir sagten uns, lass uns so weit wegrennen, wie wir können. Speaker 2: Warum? Wir rannten in Richtung Patiche, ein Dorf ganz in der Nähe. Speaker 3: Als wir das Gestrüpp verließen, sahen uns andere. Und sie kamen auch raus. Auf einmal verließen alle ihre Verstecke, bis wir etwa zwanzig Leute waren. Speaker 2: Ich führte die Gruppe an und machte uns den Weg frei. Wir gingen im Flussbett durchgestrüpp. Speaker 0: Die Überlebenden merken, dass keine Hilfe kommt. Sie schicken sich per Handy Standortdaten, mögliche Fluchtrouten zu markieren. Speaker 2: Rückenreiniger aus der Gruppe rief jemanden an, der uns mit einem Auto retten sollte. Als er ankam, rannten wir zu ihm und überredeten ihn, so viele Leute wie möglich mitzunehmen. Er war einverstanden. Was gehen? Speaker 1: Fahr, schnell, fahr einfach los. Speaker 0: Bewohner naheliegender Gemeinden kommen mit Pick up Trucks und retten so Hunderte Menschen. Speaker 5: Dann war Stille, zehn Minuten lang. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Sie dachten wahrscheinlich, dass ich auch tot war, weil ich mich nicht bewegte. Dann ging sie weiter. Speaker 1: Drei Leute kamen raus. Wir gucken uns an und mein Freund sagte, renn. Speaker 5: Ich sah ein ziviles Auto und hob meine Hände, damit sie wussten, dass ich kein Terrorist bin. Und ich sprang hinein. Speaker 1: Wir fuhren Höchstgeschwindigkeit, vielleicht zweihundert Stundenkilometer, vor Bayern verbrannten Autos, verbrannten Menschen, Leichen. Wir fuhren in Richtung Bettkammer. Auf einmal drücken wir voll auf die Bremse. Wir hatten Angst, dass sie uns erschießen würden. Ich lehnte mich raus und rief, wir sind Juden. Wir brauchen Hilfe. Speaker 0: Mittag. Fast sechs Stunden nach Beginn der Attacke. Erst jetzt erreichen die ersten Soldaten das Festivalgelände. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits Hunderte Terroristen israelischem Gebiet. Es dauert noch einige Stunden, bis die Armee das Gelände wieder unter Kontrolle hat. Speaker 4: Etwa ein Uhr kam ein gepanzertes Fahrzeug. Sie nahmen nur die Verletzten mit. Ich hatte Glück, weil ich ja verletzt war und mitkonnte. Denn später sah ich das Video einer Geisel, die Zu dem Zeitpunkt mit mir da war. Sogar hier zu Hause sage ich noch heute. Mach die Tür zu, schließ ab, damit Sie nicht reinkommen. Eben hatten wir Luftalarm und gingen in den Ich hatte Angst, dass Sie gleich kommen und mich kidn hatten. Speaker 0: Zehn Tage nach der Attacke. Miral traut sich kaum aus dem Haus. Eine Freundin auf einem Pferdehof bietet Therapiekurse für traumatisierte Menschen an. Heute ist Michals erster Besuch. Speaker 4: Ich kann aber nicht reiten wegen der Wunder. Speaker 3: Du musst auch nicht reiten. Du kannst es einfach erst mal berühren oder es bürsten. Das hier ist ein therapeutischer Ort. Wir wollen keinerlei Druck ausüben. Ich bin Tierpflegerin. Ich liebe Tiere. Speaker 4: Wenn ich Ihnen helfe, hilft das mir, wieder Kraft zu bekommen. Sie sagen, die Terroristen seien Tiere, Aber sie sind keine Tiere. Sie sind einfach nur das Böse. Dass ich fast nicht beschreiben kann. All die Jahre wurde uns viel darüber erzählt und wir wurden daran erinnert, was während der Shoah geschah. Jetzt haben wir's erlebt am eigenen Leib. Speaker 0: Toma hat die Attacke äußerlich unverletzt überstanden. Aber das Trauma begleitet ihn ununterbrochen. Sein Vertrauen in die eigene Sicherheit ist tief erschüttert. Ihm helfen das Schammar- oder das Kadyh Gebet Für das Seelenheil Verstorbener und den Schutz Israels. Speaker 2: Ich werde nicht schlafen, Sondern Israel beschützen. Wir gingen zum Haus meiner Eltern, Schova und ich, ich rannte nach oben und holte alles, was ich an Kampfausrüstung hatte. Munition, Westen, ich zog eine Uniform an und behielt sie drei Tage lang an. sagte mir, beruhige dich und hielt meine Hand. Sie sagte, bitte atme. Und ich antwortete, Aber was, wenn Sie jetzt zur Tür reinkommen? Für mich zählt nur, wie ich meine Familie beschützen kann. Speaker 0: Trost finden Sie auch bei Großmutter, die direkt nebenan wohnt. Speaker 3: Später, als wir zu Hause waren, kam dann alles hoch. All die Angst, die wir aufgestaut hatten. Ich fühlte mich wie gelähmt. Und Toma schaute mich an mit demselben Blick, den er hatte, Als wir uns im Gestrüpp versteckten. Aber ich konnte ihm nicht in die Augen schauen. Die Erinnerung kam hoch an den Moment, Als wir uns im Gestrüpp anschauten. Er guckte mir in die Augen und ich brach in Tränen Speaker 1: aus. Speaker 2: Wir sollten nicht mehr daran denken. Tanja, lasst uns ans Leben denken. Ich liebe dich. Speaker 0: Doch nicht alle sind in Sicherheit. Speaker 4: Im Krankenhaus erhielt ich Videos von Freunden, die entführt wurden oder getötet und all den Grausamkeiten, die sie ihnen angetan hatten. Und Bilder meiner Freundinnen, die gefoltert wurden. Das war furchtbar. Speaker 1: Schön, dich endlich in echt zu treffen. Wir haben zwar anderthalb Stunden telefoniert, aber nun geht mein Herz Speaker 4: auf, Speaker 1: Wenn ich dich sehe und drücken kann. Speaker 0: Michal ist die einzige aus ihrer Gruppe, die überlebt hat. Speaker 1: Halte es an dein Gesicht und spüre die Energie. Schauen wir mal, wie wir dich aus dem Trauma herausholen. Speaker 0: Die Karten sollen ihr helfen, über das Erlebte zu sprechen. Die Angst überwinden steht auf dieser. Speaker 4: Die Angst sitzt so tief. Es ist so eine tiefe, so eine essenzielle Angst. Ich glaube, es wird dauern, aber irgendwann finde ich wieder zu mir zurück. Speaker 0: Überhaupt zu begreifen, was geschah, fällt Noam immer noch schwer. Er ist einer der wenigen, der den Granatenangriff auf den Schutzraum überlebt hat. Racheli und ihre Freunde bleiben in den Tagen nach dem Festival eng beisammen. Im ganzen Land haben sich inzwischen Unterstützungsgruppen gebildet, den Überlebenden emotionale Hilfe zu bieten. Für Freunde und Angehörige der Verschleppten beginnt nun ein langer Kampf. Sie geben die Hoffnung nicht auf, Die Entführten bald in die Arme schließen zu können. Speaker 2: Ich hoffe, wir werden darüber hinwegkommen Und die Geiseln zurückbekommen, auch mit Gottes Hilfe. Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen Frieden. Das ist doch der Grund, weshalb wir die Party gemacht haben. Ich denke, dass der Krieg das Verständnis dafür schärft. Böses gegen gutes Licht. Und dass die Leute verstehen, Was das gute Licht ist und dass es siegen wird, da glaube ich wirklich dran. Speaker 3: Sie Speaker 1: raubten uns den Ort, der unser sicherster sein sollte. Die, die überlebt haben, sind seelisch verletzt. Ich glaube, manches wird niemals heilen. Aber wir blicken in die Zukunft, So weit wir's Speaker 4: können. Ich Speaker 1: werde irgendwann wieder tanzen im Gedenken an sie. Natürlich werden wir wieder tanzen. Wenn wir's nicht täten, was für einen Sinn hätte das? Wofür wären Sie dann gestorben? Ja, wir tanzen weiter für sich. Ich bin sicher, Sie hätten Speaker 4: es so gewollt.

@ChristianHJW - Christian Wiesner

auslandsjournal die doku Renn um dein Leben Die Überlebenden der Hamas Attacke auf Israel https://www.zdf.de/politik/auslandsjournal/auslandsjournal---die-doku-renn-um-dein-leben-vom-1-dezember-2023-102.html

auslandsjournal - die doku: Renn um dein Leben Beim Angriff auf das Supernova-Festival am 7. Oktober starben mehr als 360 Menschen. Fünf Überlebende berichten vom Kampf, ins Leben zurückzufinden. zdf.de
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